Rubens Barrichello (BRA)

Im zarten Alter von neun Jahren fing dieser Brasilianer mit dem Kartsport an. Nach der Formel Ford und der Formel Vauxhall gewann er 1991 die britische Formel 3. Nach einer weiteren Saison in der Formel 3000 feierte er 1993 mit Jordan bereits sein Formel 1 Debüt: In Donington wurde er bei seinem erst dritten Anlauf beinahe Zweiter hinter seinem Landsmann Ayrton Senna, Probleme mit der Treibstoffzufuhr verhinderten jedoch die Sensation. 1994 schloss er die Saison auf dem hervorragenden sechsten Rang ab: In Belgien holte er unter widrigen Wetterbedingungen seine erste Poleposition. 1995 war geprägt von vielen Ausfällen, Teamkollege Eddie Irvine war im Qualifying meist schneller. 1996 wurde tatsächlich Irvine - und nicht er - zu Ferrari geholt. Ab 1997 half Barrichello beim Aufbau des neuen Teams Stewart. Die Kombination wurde von Rennen zu Rennen besser, 1999 erreichte er wieder einen hervorragenden siebenten Endrang in der Fahrer WM. Nach Ansicht von Ferrari war er nun reif und wurde verpflichtet: Im ersten Rennen in Australien sorgte er hinter Michael Schumacher für einen Doppelsieg und drehte die erste schnellste Rennrunde seiner Karriere. In Silverstone holte er sich seine erste Poleposition mit Ferrari. Beim Grand Prix von Deutschland platzte endlich der Knoten: Bei seinem 124. Start feierte er den ersten Sieg. 2001 versuchte er, auf seinen prominenten Teamkollegen noch näher aufzuschliessen. Der Druck schien aber zu viel für ihn zu sein: In den ersten drei Saisonrennen kollidierte er einmal mit Heinz-Harald Frentzen und zweimal mit Ralf Schumacher. In Österreich kam es erstmals zu einer Stallorder. Nachdem er sie befolgt hatte, konnte er seinen Vertrag bis 2002 verlängern. In Spanien 2002 gelang sogar die Vertragsverlängerung bis 2004. Ein Rennen später gab es ausgerechnet in Österreich wieder eine Stallorder, die auf heftige Kritik stiess. Am Nürburgring liess man ihn daher gewinnen. In Frankreich kam er beim Vorstart nicht weg und musste zuschauen. 2003 verlor er einen möglichen Sieg in seiner Heimat, als ihm der Sprit ausging. Mit dem F2003-GA kam er anfangs weniger gut zurecht, als sein weltmeisterlicher Teamkollege. In Silverstone lief es jedoch prächtig und er holte einen wohlverdienten ersten Saisonsieg. In Hockenheim und Ungarn folgten jedoch darauf zwei Ausfälle. Mit seinem Sieg in Japan fixierte er den WM Titel seines berühmten Teamkollegen. Daraufhin machte er bei seinem Arbeitgeber Druck, einen neuen Vertrag zu bekommen: Er bekam ihn Anfang des Jahres 2004 - bis Ende 2006. Aber 2004 feierte er erst in Monza seinen ersten Saisonsieg, dennoch wurde er zum zweiten Mal Vizeweltmeister. 2005 litt er unter der plötzlichen Unterlegenheit seines Rennstalls, doch am Nürburgring gelang immerhin ein Podestplatz. Auch in den USA wurde er Zweiter, nachdem alle Michelin-Teams zurückgetreten waren. Nach einer eher lustlosen Saison trat er 2006 aus dem Schatten seines prominenten Teamkollegen und heuerte bei Honda an. Es dauerte eine Weile, bis er dort gegen seinen Teamkollegen etwas ausrichten konnte.

Erfolge:
9 GP Siege
2. WM Rang 2002, 2004

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Saison

1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007

Team

Jordan Hart
Jordan Hart
Jordan Peugeot
Jordan Peugeot
Stewart Ford
Stewart Ford
Stewart Ford
Ferrari
Ferrari
Ferrari
Ferrari
Ferrari
Ferrari
Honda
Honda

Starts

16
15
17
16
17
16
16
17
17
16
16
18
19
18
0

Siege

0
0
0
0
0
0
0
1
0
4
2
2
0
0
0

Punkte

2
19
11
14
6
4
21
62
56
77
65
114
38
30
0

Rang

19
6
11
8
13
12
7
4
3
2
4
2
8
7
-