BMW Motoren

1916 wurde unter dem bis heute verwendeten Namen eine Flugzeugmotoren-Fabrik gegründet, die sich erst in den 20er Jahren über Motorräder auf den Bau von Automobilen verlegte. 1982 stattete man mit dem frischgebackenen Weltmeister Brabham erstmals ein Formel 1 Team mit den bayrischen Triebwerken aus. Die Unzuverlässigkeit der bärenstarken Motoren zerrte deutlich an den Nerven des damaligen Rennstallbesitzers Bernie Ecclestone, das Durchhalten dieser Durststrecke zahlte sich jedoch aus: Schon 1983 wurde Nelson Piquet der erste „Turbo Weltmeister“. Nicht zu früh, wie sich herausstellen sollte, denn die Konkurrenz von Renault, Ferrari, Porsche und Honda liess eine Wiederholung dieses Erfolges nicht mehr zu. Auch mit den Teams Arrows, ATS und Benetton, die beliefert wurden, wurden höchstens Achtungserfolge erzielt. Ende 1986 entschloss man sich daher, wieder von der Formel 1 zurückzutreten. Als aber Ecclestone auf die Folgen eines möglichen Vertragbruchs aufmerksam machte, wurde dann doch auch noch die Saison 1987 bestritten. Gleichzeitig wurden die älteren Triebwerke an eine Gruppe mit Sitz in der Schweiz verkauft und fortan unter dem Namen Megatron eingesetzt: Arrows fuhr diese Motoren bis Ende 1988. Mit dem Verbot der Turbos ab der Saison 1989 waren sowohl BMW, als auch Megatron nicht mehr in der Formel 1 vertreten. In der Saison 2000 setzte BMW mit Williams erstmals Saugmotoren in der Formel 1 ein. Eine Durststrecke schien vorprogrammiert zu sein:  Beim Saisonauftakt gelang aber mit Ralf Schumacher gleich auf Anhieb ein sensationeller dritter Rang. Ein Umstand, der den Bayern sicherlich unglaublich viel Druck nahm. Im Comebackjahr erreichte man danach auf Anhieb den dritten Endrang in der WM. Der 2001er Motor wurde zum Maßstab in der Formel 1: In Imola gelang der erste Comeback-Sieg, in Kanada, Deutschland und Italien konnte man diesen Triumph wiederholen. 2002 schien der erste Titel möglich: In Malaysien gelang der erste Doppelsieg der F1 Geschichte. Ferrari war aber am Ende ein, zwei Nummern zu gross. 2003 kamen mit Mercedes und Renault zwei Gegner dazu. Mitte der Saison lief man jedoch zu einer Hochform auf und übernahm in Ungarn erstmals die WM Führung. Jedoch ging sie in Indianapolis wieder verloren. 2004 verhinderte ein wenig überzeugendes Chassis einen ernsthaften Angriff auf den WM Titel. Auch 2005 begann nicht verheißungsvoll, auch wenn in Malaysien ein Podestplatz gelang. In Monaco erreichten zum ersten Mal beide Piloten das Podium. Nach Indianapolis gab man den Kauf des Sauber-Teams bekannt und trat ab 2006 mit einem reinrassigen BMW an.

Erfolge:

19 GP Siege
7x Nelson Piquet
6x Ralf Schumacher
4x Juan-Pablo Montoya
1x Riccardo Patrese
1x Gerhard Berger

1 Weltmeistertitel
Nelson Piquet 1983

2. Rang Konstrukteurs WM
Williams 2002
Williams 2003

Links:
BMW Motorsport

Saison

1982
1983

1984


1985

1986


1987
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007

Marken

Brabham
Brabham
ATS
Brabham
Arrows
ATS
Brabham
Arrows
Benetton
Brabham
Arrows
Brabham
Williams
Williams
Williams
Williams
Williams
Williams
BMW Sauber
BMW Sauber

Starts

12
15

16


16

16


16
17
17
17
16
18
18
18
0

Siege

1
4

2


1

1


0
0
4
1
4
1
0
0
0

Punkte

22
72

41


40

22


10
36
80
92
144
88
47
36
0

Rang

4
4

4


5

5


6
3
3
2
2
4
5
5
-