Kimi Raikkonen (FIN)

Der Vertrag mit Sauber war bereits unterzeichnet, da musste der junge Finne noch um seine Superlizenz bangen, da er mit seinen 20 Jahren für die FIA noch über zu wenig Erfahrung verfügte. Schließlich war das schnellste Auto, das er davor bewegt hatte, ein Formel Renault. Am Ende bekam er sie dann doch, obwohl sie vorerst auf die ersten vier Grand Prix begrenzt war. Bald konnte man aber sehen,  dass der Youngster alles im Griff hatte und noch dazu sehr schnell ist. In Melbourne erreichte er auf Anhieb einen WM Punkt, in Österreich und Kanada holte er jeweils hervorragende vierte Plätze. Sein kometenhafter Aufstieg führte schließlich zu einem Cockpit bei McLaren 2002. Beim Saisonauftakt gelang ihm auf Anhieb sein erster Podestplatz. In Frankreich verlor er durch einen Ausrutscher auf Öl in letzter Sekunde die Chance auf seinen ersten Grand-Prix-Sieg. 2003 in Melbourne verpasste er diesen wiederum wegen einer Zeitstrafe durch Speeding in der Boxengasse. In Malaysien klappte es dann endlich, er holte sich mit seinem ersten Sieg sogar die Führung in der WM, die er mit zweiten Plätzen in Brasilien und San Marino ausbaute. Auch in den folgenden Rennen gelang dem Finnen immer das Nötigste, um nicht die Tabellenspitze zu verlieren. In Kanada passierte es dann schlussendlich: Michael Schumacher zog in der Punktetabelle an ihm vorbei. Ein Ausfall durch Startkollision in Deutschland verkomplizierte das Unternehmen WM-Titel. Dennoch war er der einzige Pilot, der im letzten Saisonlauf noch Chancen hatte, Schumacher die Titelverteidigung streitig zu machen. 2004 hingegen begann katastrophal: Bei den ersten drei Rennwochenenden gab es vier Motorschäden, das neue Auto stellte sich als Rohrkrepierer heraus. In Kanada holte er trotz fünf Boxenstops vier WM-Punkte, nachdem beide Williams aus dem Rennen genommen wurden. Ab Silverstone ging es mit den Silberpfeilen endlich aufwärts - er wurde Zweiter. Auch in Deutschland kämpfte er mit dem Weltmeister, bis er seinen Heckflügel verlor. In Belgien platzte dann endlich der Knoten: Der Finne holte den zweiten Sieg seiner Karriere. 2005 begann erneut mit viel Pech, auch wenn er in Malaysien die schnellste Runde drehte und in Bahrein einen Podestplatz holte. In San Marino ging er nach der Poleposition klar in Führung, als eine Antriebswelle brach und er aufgeben musste. In Spanien platzte dann der Knoten und der Finne holte sich einen dominanten ersten Saisonsieg. Nach seinem Sieg in Monaco folgte am Nürburgring ein spektakulärer Aufhängungsbruch, der ihm in der letzten Runde einen sicher geglaubten Sieg kostete. In Kanada konnte er jedoch satte zehn Punkte auf Alonso aufholen. In den USA fehlte er wie alle Michelin-Piloten. In Frankreich und England verpasste er den Sieg jeweils durch einen Motorschaden im freien Training und die darauffolgende Strafversetzung in der Startaufstellung. 2006 konnte man mit Renault und Ferrari nicht mithalten. 2007 wurde er bei Ferrari der Nachfolger von Michael Schumacher.

Erfolge:
9 GP-Siege
2. WM-Rang 2003, 2005

Links:
Kimi Raikkonen

Saison

2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007

Team

Sauber Petronas
McLaren Mercedes
McLaren Mercedes
McLaren Mercedes
McLaren Mercedes
McLaren Mercedes
Ferrari

Starts

17
17
16
18
18
18
0

Siege

0
0
1
1
7
0
0

Punkte

9
24
91
45
112
65
0

Rang

9
6
2
7
2
5
-