Jordan

Jordan EJ15 Ford (2005)1979 machte sich der immer zu Scherzen aufgelegte Ire Eddie Jordan erstmals einen Namen, als er als Pilot in der britischen Formel 3 achtbare Resultate erzielte. Sein Weg führte ihn jedoch sehr bald zur Rolle des Teamchefs: 1981 ging „Eddie Jordan Racing“ erstmals an den Start. 1983 verlor er mit Martin Brundle knapp den Titel an Ayrton Senna und 1987 wurde er mit Johnny Herbert erstmals Meister. Als neue Herausforderung lockte die Formel 3000. Nachdem Herbert gleich den Saisonauftakt 1988 gewann, hatte er in Brands Hatch einen fürchterlichen Unfall. Sein Ersatzmann Jean Alesi holte 1989 den Titel. 1991 wagte Jordan den Aufstieg in die Formel 1. In einem beeindruckenden ersten Jahr etablierte man sich sofort im vorderen Mittelfeld und wurde Fünfter in der Marken WM. Mit dem Verlust der Ford Motoren ging 1992 kurzfristig der Anschluß verloren, ab 1994 operierte man aber wieder auf dem gewohnten Niveau: Von einem potentiellen Siegerteam konnte man dennoch kaum sprechen. In Monaco 1998 war die Talsohle erreicht: Damon Hill und Ralf Schumacher erreichten im Qualifying nur die enttäuschende achte Startreihe. Daraufhin strukturierte Eddie Jordan das Team radikal um und es begann sich auszuzahlen: In Belgien gelang ein glücklicher, aber verdienter erster Doppelsieg. 1999 kam Heinz-Harald Frentzen ins Team und war immer dann zur Stelle, wenn McLaren und Ferrari patzten. Der Lohn war der dritte Rang in der Fahrer und der Marken WM. 2000 wurde der Wagen in der zehnten Saison erstmals nach dem Teamchef benannt: Der neue Renner hieß Jordan EJ10 Mugen Honda. Unter Insidern galt man sogar schon als möglicher Titelkandidat: Die Konkurrenz war jedoch stärker als erwartet und das neue Auto sehr unzuverlässig. Ab 2001 bekam man gemeinsam mit BAR die Werksmotoren von Honda. Kurz vor dem GP von Deutschland trennte man sich spektakulär von Heinz-Harald Frentzen, um kurz danach den Prost-Piloten Jean Alesi zu verpflichten. Seit 2002 fährt Giancarlo Fisichella für den Rennstall - Jarno Trulli wechselte im Gegenzug zu Renault. Die ersten fünf Rennen blieb man punktelos. Erst in Österreich sorgte man für die ersten WM-Zähler. In Ungarn wurde die Trennung von Honda bekannt: 2003 fährt man mit Ford Motoren. In Brasilien gewann Fisico in einem chaotischen Regenrennen seinen ersten Grand Prix. Der Rest der Saison war aber eine wahre Katastrophe. Wie lange das Team 2004 auch noch dabei sein wird, steht aus finanziellen Gründen noch in den Sternen. Immerhin konnte man den Sponsorvertrag mit Benson & Hedges verlängern. Das neue Auto war auf jeden Fall alles andere als konkurrenzfähig - dennoch gelangen in Kanada nach einer Disqualifikationswelle drei WM-Punkte. Im September gab Motorenlieferant Ford den F1 Rückzug bekannt. 2005 fuhr man mit Toyota Motoren und in den USA wurden dem Team ein Podestplatz und satte 11 WM-Punkte von Michelin geschenkt. Doch Eddie Jordan gab den Verkauf an das neue Midland F1 Team bekannt, wodurch der Name aus der F1 verschwand.

Erfolge:

4 GP Siege
2x Heinz Harald Frentzen
1x Damon Hill
1x Giancarlo Fisichella

3. Rang Fahrer WM
Heinz Harald Frentzen 1999

3. Rang Konstrukteurs WM
199 Mugen Honda 1999

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Saison

Chassis, Motor, Piloten

Starts

Siege

Punkte

Rang

1991 191 Ford
Andrea de Cesaris
Bertrand Gachot
Alessandro Zanardi
Roberto Moreno
Michael Schumacher
16 0 13 5
1992 192 Yamaha
Stefano Modena
Mauricio Gugelmin
16 0 1 11
1993 193 Hart
Rubens Barrichello
Ivan Capelli
Thierry Boutsen
Marco Apicella
Emmanuele Naspetti
Eddie Irvine
16 0 3 11
1994 194 Hart
Rubens Barrichello
Eddie Irvine
Andrea de Cesaris
Aguri Suzuki
16 0 28 5
1995 195 Peugeot
Rubens Barrichello
Eddie Irvine
17 0 21 6
1996 196 Peugeot
Rubens Barrichello
Martin Brundle
16 0 22 5
1997 197 Peugeot
Giancarlo Fisichella
Ralf Schumacher
17 0 33 5
1998 198 Mugen Honda
Damon Hill
Ralf Schumacher
16 1 34 4
1999 199 Mugen Honda
Heinz-Harald Frentzen
Damon Hill
16 2 61 3
2000 EJ10 Mugen Honda
Heinz-Harald Frentzen
Jarno Trulli
17 0 17 6
2001 EJ11 Honda
Jarno Trulli
Heinz-Harald Frentzen
Jean Alesi
Ricardo Zonta
17 0 19 5
2002 EJ12 Honda
Giancarlo Fisichella
Takuma Sato
17 0 9 6
2003 EJ13 Ford
Giancarlo Fisichella
Ralph Firman
Zsolt Baumgartner
16 1 13 9
2004 EJ14 Ford
Nick Heidfeld

Timo Glock
Giorgio Pantano
18 0 5 9
2005

EJ15 Toyota
Tiago Monteiro

Narain Karthikeyan

19 0 12 9