Jarno Trulli (I)

Nach mehreren Weltmeistertiteln im Kartsport in den frühen Neunzigern war sein Weg scheinbar vorprogrammiert. Flavio Briatore sorgte persönlich dafür, dass der talentierte Italiener mitten in der Saison 1995 in der deutschen Formel 3 unterkam. Obwohl er die Hälfte der Rennen versäumt hatte, wurde er noch sensationeller Gesamtvierter. 1996 holte er vor Arnd Meier und Nick Heidfeld den Titel. 1997 saß er schon bei Minardi in einem Formel 1 Cockpit. Als Olivier Panis im Laufe der Saison seinen Unfall hatte, übernahm er das verwaiste Prost Cockpit und sorgte für eine Sensation, als er beinahe den Grand Prix von Österreich gewann. Alain Prost zögerte keinen Moment und ließ ihn einen Zweijahresvertrag unterschreiben. Obwohl das Auto in diesen zwei Saisonen eine Krise nach der anderen durchmachte, gelangen ihm acht WM Punkte. Eddie Jordan schlug ab 2000 zu. Auf jeden Fall war das Tempo von Teamkollegen Heinz-Harald Frentzen kein Problem für ihn. Im Gegenteil: Er setzte er sich regelmäßig gegen den Deutschen durch. In den USA wurde ihm sein vierter Platz durch eine technische Ungereimtheit aberkannt. Nach Ende der Saison bekam er diese Punkte jedoch in der Berufungsverhandlung zurück. Für 2002 unterschrieb Giancarlo Fisichella bei Jordan, er wechselte im Gegenzug zu Renault - in Spanien verpasste er in den letzten Runden einen möglichen vierten Platz. In Monte Carlo gelangen endlich die ersten WM-Punkte der Saison. 2003 lief es besser: Schon beim Auftakt gelang ein fünfter Rang und damit vier Zähler. In Malaysien startete er aus der ersten Reihe, wurde jedoch von Michael Schumacher abgeschossen und fiel weit zurück. Auch in Silverstone gelang ihm das Kunststück, durch zwei Safety-Car Phasen blieb am Ende jedoch nur der sechste Rang. In Deutschland errang der Italienier mit dem dritten Rang den zweiten Podestplatz seiner Karriere. Genauso wie auch im folgenden Jahr in Barcelona. In Monaco 2004 platzte dann endlich der Knoten: Er holte seine erste Pole und seinen ersten Sieg. In Frankreich verlor in der vorletzten Kurve einen dritten Platz gegen Rubens Barrichello. Ein Rennen später hatte er einen horrenden Unfall in Silverstone - er blieb jedoch unverletzt. In Deutschland gab er seinen Abgang bei Renault bekannt. Jedenfalls empfahl er sich mit einer Pole im Regentraining von Spa. Nach Monza verließ er das Team und wechselte 2005 zu Toyota. In Malaysien sorgte er für den ersten Podestplatz seines neuen Teams, den er in Bahrein gleich wiederholte. In San Marino kämpfte sein Team wie schon in den Vorjahren mit dem Überfahren der Kerbs, dennoch gelangen wieder ein paar WM-Punkte. In Monaco kostete ihm ein Harakiri-Manöver mögliche WM-Punkte. Auch am Nürburgring erhielt er eine Zeitstrafe, da seine Mechaniker am Start zu lange arbeiteten. In den USA holte er die erste Pole für Toyota, jedoch konnte er wie alle Michelin-Piloten nicht an den Start gehen. 2006 wollten ihm in den ersten acht Rennen einfach keine Punkte gelingen.

Erfolge:
GP Sieg MON 04
6. WM Rang 2004

Links:
JarnoTrulli.com

Saison

1997

1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004

2005
2006
2007

Team

Minardi Hart
Prost Mugen Honda
Prost Peugeot
Prost Peugeot
Jordan Mugen Honda
Jordan Honda
Renault
Renault
Renault
Toyota
Toyota
Toyota
Toyota

Starts

7
7
16
16
17
17
17
16
15
2
18
18
0

Siege

0

0
0
0
0
0
0
1

0
0
0

Punkte

3

1
7
6
12
9
33
46

43
15
0

Rang

15

16
11
10
9
8
8
6

7
12
-