Jacques Villeneuve (CAN)

Der Sohn des unvergessenen Gilles Villeneuve besuchte 1986 im Alter von 15 Jahren die Jim Russell Racing School in seiner Heimat. Nach mehreren Saisonen in der italienischen und japanischen Formel 3 glänzte er 1993 in der Formel Atlantic, die er als Gesamtdritter abschloss. 1994 wechselte er in die Indycar Serie, gewann in Elkhart Lake sein erstes Rennen und wurde „Rookie of the year“. 1995 liess er nichts mehr anbrennen, gewann die legendären 500 Meilen von Indianapolis und wurde Indycar Champion. Bernie Ecclestone selbst suchte 1996 für die Formel 1 einen neuen Charakter und leitete alles in die Wege, den Kanadier in das bis dato von David Coulthard besetzte Williams Cockpit zu hieven. Er versetzte alle in Erstaunen, als er sich gleich beim Debüt die Poleposition sicherte und beinahe auch gewann. Nach vier Siegen verlor er die WM erst im letzten Saisonlauf. 1997 wurde mit sieben Saisonsiegen Formel 1 Weltmeister. Doch Renault zog sich zurück und mit den Mecachrome Triebwerken war 1998 nur mehr der fünfte Gesamtrang drin. 1999 wechselte er in das neue BAR Team seines alten Schulfreundes Craig Pollock, erlebte aber dort ein regelrechtes Desaster: Erst im 12. Anlauf kam der Ex Weltmeister ins Ziel, Punkte blieben jedoch immer außer Reichweite. 2000 wurde mit der Ankunft von Honda alles radikal besser: Der vierte Platz beim Saisonauftakt bedeutete sicherlich eine große Erleichterung für alle Beteiligten im Team. Die erforderliche Standfestigkeit ließ aber leider ab und zu noch zu wünschen übrig. Trotzdem entschloss sich der Kanadier, für 20 Millionen Doller Jahresgage weitere drei Jahre bei BAR zu bleiben. In Barcelona gelang ihm nach fast drei Jahren endlich wieder ein Podestplatz. Ein Kunststück, das er in Deutschland wiederholen konnte. Trotz des Rücktritts seines Teamchefs und Freundes Craig Pollock erfüllte er seinen Vertrag. In Malaysien 2003 kam er vom Vorstart nicht weg und musste danach zuschauen. Vor dem letzten Rennen der Saison trennte sich BAR von dem Kanadier, wodurch dessen F1 Karriere vorerst beendet wurde. In den letzten drei Rennen der Saison 2004 kehrte er aber bei Renault zurück - mit einem Zweijahresvertrag bei Sauber für die Saisonen 2005 und 2006 in der Tasche. 2005 begann mit einer äußerst schwachen Vorstellung des ehemaligen Weltmeisters. In San Marino fuhr er jedoch mit einem verbesserten Auto wie ausgewechselt und besänftigte damit seine Kritiker. Ganz im Gegenteil in Monaco: Durch einen Fahrfehler kostete er sich und seinem Teamkollegen WM-Punkte. In den USA fehlte er wie alle Michelin-Piloten. Erstaunlicherweise gelang es ihm für die Saison 2006 im Team zu bleiben, obwohl es von BMW übernommen wurde. Nach dem Grand Prix von Deutschland trennte man sich jedoch von ihm, wodurch seine F1-Karriere ein zweites Mal zu Ende war.

Erfolge:
11 GP Siege
Weltmeister 1997

Links:
Jacques Villeneuve

Saison

1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006

Team

Williams Renault
Williams Renault
Williams Mecachrome
BAR Supertec
BAR Honda
BAR Honda
BAR Honda
BAR Honda
Renault
Sauber Petronas
BMW Sauber

Starts

16
17
16
16
17
17
17
14
3
18
12

Siege

4
7
0
0
0
0
0
0
0
0
0

Punkte

78
81
21
0
17
12
4
6
0
9
7

Rang

2
1
5
-
7
7
12
16
-
15
14