Heinz-Harald Frentzen (D)

Der lange steinige Weg dieses Deutschen in die Formel 1 begann 1981 mit Karts. Ab 1985 war er in der Fomel Ford zu finden. 1988 entschied er die deutsche Formel Opel Lotus für sich. 1989 wurde er knapp hinter Karl Wendlinger Zweiter in der deutschen Formel 3. Im Jahr darauf lockte die Formel 3000 im Team von Eddie Jordan, während er gleichzeitig Sportwagenrennen für Sauber Mercedes bestritt. Eine weitere Formel 3000 Saison brachte 1991 keine nennenswerten Erfolge, worauf er nach Japan auswich: Auch dort blieben bahnbrechende Erfolge aus, 1994 feierte er dennoch sein Formel 1 Debüt bei seinem früheren Teamchef Peter Sauber. In seinem zweiten Einsatz holte er gleich zwei WM Punkte, 1995 wurde er mit unterlegenem Material WM Neunter. Nach einer weiteren mageren Saison 1996 unterschrieb er 1997 bei Williams. Obwohl ihn sein Teamkollege Jacques Villeneuve in allen Belangen im Griff hatte, stand am Ende durch Michael Schumacher’s Ausschluss der Vizeweltmeistertitel zu Buche. 1998 war durch den Ausstieg von Renault nur noch der siebente Rang drin, seine Tage bei Williams waren jedoch gezählt. 1999 kam der Wechsel zu Jordan und der Deutsche fuhr wie ausgewechselt: Mit zwei Siegen wurde er am Ende hervorragender WM Dritter und bescherte dem Team quasi im Alleingang die bisher beste Platzierung in der Marken WM. Nicht nur seine Gegner hielten ihn für die Saison 2000 als möglichen Titelkandidaten. Neben Ferrari und McLaren entwickelten sich aber auch Williams, Benetton und sogar BAR wieder zu Gegnern in der WM. Vor dem GP von Deutschland verlängerte er seinen Vertrag mit Jordan um weitere zwei Jahre. In Italien löste er eine Massenkarambolage aus, die schlussendlich einem Streckenposten das Leben kostete. 2001 konnte er in Kanada wegen eines Trainingsunfalls nicht starten. Im Vorfeld seines Heim-Grand Prix platzte eine Bombe: Er wurde von Jordan entlassen, da für den Teamchef die Saison bis dahin enttäuschend verlaufen war. Jean Alesi übernahm das Cockpit - Frentzen wechselte im Gegenzug zu Prost. In Belgien gelang ihm in einem turbulenten Regentraining der sensationelle vierte Startplatz. Nach dem Konkurs von Prost wich er auf Arrows aus. In Spanien 2002 gelang ihm mit seinem Team der erste WM-Punkt. In Frankreich durfte er sich auf Anordnung des Teams nicht qualifizieren. Aufgrund der unsicheren Situation kündigte er mitten in der Saison, bekam aber einen neuen Vertrag bei Sauber und durfte bereits im GP der USA starten. Die Saison 2003 war bis auf einen tollen Podestplatz in den USA eine Enttäuschung. Seine F1-Karriere ging 2003 zu Ende. 2004 wechselte er in die DTM mit Opel.

Erfolge:
3 GP Siege
2. WM Rang 1997

Links:
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Saison

1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001

2002

2003

Team

Sauber Mercedes
Sauber Ford
Sauber Ford
Williams Renault
Williams Mecachrome
Jordan Mugen Honda
Jordan Mugen Honda
Jordan Honda
Prost Acer
Arrows Ford
Sauber Petronas
Sauber Petronas

Starts

15
17
16
17
16
16
17
10
5
11
1
16

Siege

0
0
0
1
0
2
0
0

0

0

Punkte

7
15
7
42
17
54
11
6

2

13

Rang

13
9
12
2
7
3
9
13

17

11