1998 verkaufte
der alternde Formel 1 Haudegen Ken
Tyrrell sein traditionsreiches Team an die British American Racing
Group (kurz BAR). Noch in der laufenden Saison trat er zurück, mit dem
neuen Teamchef Craig Pollock gab es zu viele Meinungsverschiedenheiten
in den verschiedensten Belangen. Noch unter dem Namen Tyrrell erlebte
man eine ausgesprochen schlechte Saison, man holte keinen einzigen Punkt,
mobilisierte aber alle Ressourcen für die Entwicklung des ersten "echten"
BAR Renners. 1999 eckte man gleich mit der FIA an, als man ankündigte,
die beiden Rennwagen verschieden zu lackieren, um so zwei Hauptsponsoren
bedienen zu können. Die FIA verbot es, worauf man Formel 1 Boliden zu
sehen bekam, die auf den beiden Seiten verschiedene Lackierungen aufwiesen.
Gemeinsam mit Ex Weltmeister Jacques Villeneuve
kündigte man mit Posaunen und Trompeten eine Revolution in der Formel
1 Hackordnung an. Die Saison entpuppte sich jedoch als Lachnummer: Villeneuve
sah erst im zwölften Anlauf die Zielfahne, als einziges Team im Feld
holte man keinen einzigen WM Punkt. Seit 2000 arbeitet man mit einem
mächtigen Motorenpartner: Honda. Im ersten
Anlauf in Australien gelangen danach gleich mit Ricardo
Zonta die ersten WM Punkte. Trotzdem war man mit ihm nicht zufrieden:
Für die Saison 2001 wurde er durch Olivier Panis ersetzt. In Spanien 2001 gelang Jacques
Villeneuve der erste Podestplatz für das Team. Ein Triumph, den er in
Deutschland wiederholen konnte. Kurz vor Beginn der Saison 2002 wurde
Teamchef Craig Pollock entlassen und durch David Richards ersetzt. Erst
im zehnten Rennen gelangen BAR als letztem Team die ersten WM-Punkte,
allerdings gleich deren fünf. Trotzdem war die Saison eine Enttäuschung.
2003 lief es besser - es wurde am Ende die bisher beste Saison für
den Rennstall, die Trennung von Villeneuve war jeoch unvermeidlich.
2004 ging man mit Michelin Reifen an den Start und holte schon im zweiten
Rennen den ersten Podestplatz. In Imola holte Jenson
Button die erste Poleposition und danach mit dem zweiten Platz das
bis dahin beste Ergebnis für das Team. In den USA stand erstmals
Takuma Sato auf dem Podest. In Italien konnte
man sogar Renault überholen, ein Saisonsieg gelang jedoch im bisher
besten Jahr nicht. Honda zog die Konsequenzen und kaufte 45 Prozent
des Rennstalls - David Richards musste gehen. 2005 begann mit einer Rennpleite - keiner der beiden Fahrzeuge kam in die Punkte, beim zweiten und dritten Rennen fielen sogar beide Fahrzeuge aus. Erst in San Marino konnte man durch einen Kraftakt zu alter Form zurückkehren, Jenson Button wurde Dritter. Doch gelang das nur durch Mogelei, man wurde disqualifiziert und für weitere zwei Rennen gesperrt. In den USA trat man wegen den Michelin-Reifen nicht an. Danach verblieb man als einziges Team bis Frankreich ohne WM-Punkte. Danach sorgte Jenson Button für eine Menge guter Resultate, wodurch der Schaden noch einigermaßen begrenzt wurde. 2006 verschwand der Name in der Formel 1 - Honda übernahm die volle Kontrolle. |